Hier geht es einmal ganz um euch Männer…
Ich wurde gefragt, wie ich die Entwicklung des Mannes in der heutigen Zeit sehe und ob es
Auswirkungen habe auf die Zeugungsfähigkeit des Mannes.
Eine große Frage, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung geschenkt bekommt. Wird der
Mann heute (u.a. von uns Frauen) sehr «verweichlicht» und darf seinen Mann kaum noch stehen?
Wenn ja, wundert es euch, dass der Mann in sexuellen Belangen wie bei der Zeugung nicht mehr
seinen Mann stehen kann!?
Fangen wir einmal beim «männlichen» Hormon Testosteron an.
Im Volksmund wäre dies das «Mukihormon», denn es wird für die Muskelarbeit gebraucht. Natürlich,
wie bei allen Hormonen, haben Frauen ebenfalls Testosteron in ihrem System. Männer haben einfach
zwei Drittel mehr als wir Frauen.
Beim Mann wird es vor allem in den Hoden gebildet, in kleinen Mengen auch in den Nebennieren.
Je älter der Mann ist, desto weniger Testosteron ist vorhanden. Seine Hochphase erlebt er am Ende
der Pubertät und im jungen Erwachsenenalter. Kein Wunder, wollen junge Männer den Platzhirsch
heraushängen lassen 😊!
Testosteron ist nicht unbedingt der Ausdauersportler. Seine Stärke liegt darin, dass es uns für kurze
Zeit ordentlich zupacken lässt und so die Leistung hervorbringt. Solange Muskeln auf irgendeine
Weise aktiv sind, wird das Hormon vor Ort in den Muskeln gebildet. Finden wir Ruhe, muss die
Turbokraft nachlassen. Nach der Anspannung sollte die Entspannung folgen. Eine Grundversorgung
muss aufrechterhalten bleiben, denn Darm, Magen, Atmung und Herz sind auf die Muskelkraft in den
einzelnen Organen angewiesen! Ohne Muskeln würden sie ihre Funktion niederlegen.
Muskelkraft und Muskelfestigkeit sind sicher weitgehend vom zur Verfügung stehenden Testosteron
abhängig (aber nicht nur!). Stellt man sich sämtliche Muskeln im Körper vor, dann wird klar, welch
grossen Einfluss Testosteron auf den menschlichen Körper hat. Alle Muskeln brauchen Testosteron,
um normal funktionieren zu können.
Einer der größten Muskeln im Körper ist das Herz. Herzschwäche und Bluthochdruck sind unter
anderem oft auf einen Testosteronmangel zurückzuführen. Haut, Blutadern und Sehnen brauchen
ebenfalls eine Grundspannung durch Testosteron. Drüsengewebe und auch das Knochengewebe
braucht diese Spannung.
Werden die Knochen durch einen Testosteronmangel beim Mann brüchig, kann er wortwörtlich
seinen Mann nicht mehr stehen.
Und wenn wir schon beim Stehen sind, dann wollen wir die Libido nicht ausklammern. Ein Mann
braucht ordentlich Muskelkraft für einen Orgasmus. Haben die Muskeln von Prostata und
Beckenboden wenig Kraft, wird ein Orgasmus zur Schwerstarbeit. Jegliche Muskelarbeit sorgt für
einen Testosteron-Nachschub. «Sofa-Rentner», «iPhone-Streichler», «Schreibtisch-Täter» und
«Betthüter» brauchen sich demnach nicht über eine eingeschlafene Libido zu beschweren. Eine
Sporteinheit kann Abhilfe schaffen.
Eine ausgewogene Testosteron Versorgung begünstigt das Selbstwertgefühl. Kampfbereitschaft, Mut,
Entschlossenheit und Standhaftigkeit sind Eigenschaften, die durch genügend Testosteron unterstützt
werden. Es spielt demnach auch im psychischen Bereich eine «imposante» Rolle.
An die Schürzenjäger und Machos
Wer selbstsicher ist, braucht kein Macho-Gehabe! Daher sollte es nicht überraschen, wenn Machos
eher weniger Testosteron aufweisen. Auch ich glaubte lange Zeit, dass Machos zu viel Testosteron
haben. Die Testosteronwerte (Speichelhormontest) bei Männern, die ihre Umwelt mit dominantem
Gehabe imponieren wollen, sind jedoch auffallend niedrig.
Leider finden wir in der heutigen Umwelt einige Faktoren, die unsere Männer aber auch uns Frauen
nicht besonders guttun. «Künstliche» Hormone sind ähnlich genug, um die menschlichen und
tierischen Zielzellen zu erreichen und zu überlisten. Aber die Hormonbotschaft ist nur teilweise
ähnlich wie die natürlichen Hormone.
Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sich in vielen Produkten, die wir tagtäglich verwenden,
eine Unmenge Chemikalien befinden, die einen negativen Einfluss auf unser Hormonsystem haben.
Dabei ist die Verwendung dieser Produkte für uns so alltäglich, dass wir meist gar nicht mehr darüber
nachdenken, ob sie einen Einfluss auf unsere Gesundheit oder das Hormonsystem haben.
Dazu zählen Kosmetikprodukte wie Puder, Mascara, Lippenstift oder Nagellack, Shampoo, Spülung,
Haarspray, Bodylotion, Peeling, bis hin zu Waschmittel und Reinigungsprodukten,
Lebensmittelverpackungen, Kleidung und Textilien, Beschichtungen von Kochgeschirr und viele mehr.
In vielen dieser Alltagsprodukte und Lebensmittel befinden sich Chemikalien, die unseren
Hormonhaushalt stören.
Selbst in unserem Trinkwasser befinden sich immer mehr Hormone. Durch das Verabreichen der Pille
und andere Hormone bei der Frau, gelangen diese über den Urin ins Wassersystem. Um die Hormone
aus diesem Wasser zu bringen, bräuchte es einen Druck wie auf 20.000 Meter Tiefe im Meer.
Wundert es dich dann, dass der Mann verweiblicht?
Ein ausgeglichener Testosteronhaushalt bringt..
ein grosses, starkes und weites Gefühl. Als Mann besitzt du die Fähigkeit, alle einschränkenden
Grenzen zu durchbrechen und auf selbstbewusste Weise, entschlossen und autonom zu leben. Es zu
wagen, dich mit deinen tieferen Gefühlen, mit deinen Instinkten in Kontakt zu bringen und diese
bewusst zu erleben. Die Erde auf intensive sinnliche Weise (riechen, schmecken…) zu erleben und
eine optimale Zusammenarbeit zwischen Körper/Gefühlen und deinem Bewusstsein/Geist zu
erfahren.
Dein äußerliches Ego in Übereinstimmung mit deinem innerlichen Selbst bestehen lassen: keine
Haltung annehmen, kein Machoverhalten, keine äußerliche Füllung suchen, sondern von deinem
tiefsten Ich aus leben. Innere Sicherheit und Bewusstsein deines Wertes! Lass deine Gefühle
aufgehen, blockiere dich nicht durch Angst. Und Fluchtreaktionen.
Von dieser starken Ich-Basis aus, sich trauen, Beziehungen mit anderen einzugehen; sperren dich
weder in einen Elfenbeinturm ein, noch in ein unechtes, oberflächliches Verhalten.
Eine ausgeglichene Produktion des Testosterons deutet auf das Strömen unbewusster Kräfte, in
einem allmählichen Prozess, hin zu bewusstem Erleben, es weist auf eine fortwährende
Transformation versteckter Emotionen und unterirdischer Instinkte in großartige, weite Energien des
Bewusstseins hin. Zumindest dann, wenn du möchtest…
Die psychologische Betrachtung einer zu starken Testosteronproduktion sieht hingegen anders aus!
Du nimmst deinen würdigen Platz als Mensch nicht ein. Du fühlst dich wie eine Null in einem leeren
Fass. Du kommst nicht zu wirklicher Produktivität, lässt deine schönen, kreativen Energien
ungenutzt… du lebst wie ein «Zombie» oder wie ein Sklave der Gesellschaft, eigensinnig, von
oberflächlichem Sex oder von anderen Lücken-Füllern besessen, worin du kein wirkliches Glück oder
echte Befriedigung finden kannst, weil du dich von deinem tiefsten Selbst, von deinen tieferen
Gefühlswerten, von deinem Starkem inneren Ich abgeschnitten hältst. Du lebst nicht wirklich
bewusst! Du lässt dich leben; unbewusst.
Dein Körper, das Drüsensystem, arbeitet wie ein Feed-back System, in Reaktion auf psychische
Impulse. Wenn du voller Gefühle bist, die weder-bewusst noch sinnvoll-leben beinhalten, dann wird
dieser Zustand über Registrierung im Gehirn an die Hypophyse (die Schaltzentrale der Hormone)
weitergegeben, die darauf automatisch reagieren kann, indem sie Botenstoffe produziert, die die
Hoden wiederum zur Testosteronproduktion animieren. Der Mann setzt die Überproduktion von
Testosteron häufig in übertriebene oder frustrierte Taten um, anstatt diese Energie frei im Aufbau
eines Selbstbewusstseins mit größerem Bewusstsein für den eigenen göttlichen Wert zu nutzen, um
im Leben schließlich grösserer Werteerfüllung und Produktivität zu kommen.
Bewusstwerdung, Einsicht wäre die Lösung hierfür.
Wollen wir uns auch noch die Betrachtung von zu wenig Testosteron anschauen.
Du bist zu wenig in deinem Körper präsent, zu viel Geist. Machtlose Ängste. Du bist nicht wirklich auf
Erden, häufig aus Angst vor dem Verfall oder der Vernichtung des Lebens, vor der Zerstörung von
allem Irdischen… Deine Hände sind kalt und abwesend, anstatt das Leben in Fleisch und Blut zu
erleben. Du bekommst dein irdisches Selbst nicht in den Griff.
Vielleicht befürchtest du (unbewusst), dass, wenn du dich dem Irdischen vollständig anvertrauen
würdest, es dir umso mehr wehtun würde, es wieder hinterlassen zu müssen: Angst vor Schmerz.
Möglicherweise halluzinierst du, schwebst du zu viel mit deinem Kopf in den Wolken, spüren deine
Füße kaum noch die Erde, siehst den Teufel oder negative, strafende Götter, die gar nicht existieren,
aber man hat es dir vielleicht beigebracht…, und die Angst bewirkt, dass du dich in eine
unwesentliche Welt zurückziehst. Du hast den Rücken gekehrt.
Fliehst du vor dem Menschen in seinem natürlichen Körper, fliehst du vor dem Kontakt zu anderen,
fliehst du vor der Liebe; vor der Liebe zu dir selbst und zum/zur anderen? Hilflos.
Die Ernährung kann sehr hilfreich sein, um deinen Testosteron zu unterstützen. Hierfür baue
Brennnessel, Petersilie, Maca, Chili und Hafer in deine Ernährung ein. Sie unterstützen die Produktion
von Testosteron.
In der Pflanzenwelt finde ich den Mammutbaum ein Sinnbild für den Mann, der nicht für sich
einstehen kann. Der kräftige Baum mit seiner mächtigen Höhe und Stamm verhilft dem gebrochenen
Mann wieder in seine Kraft zurück. Mit ihm lernt er seinen Mann zu stehen!
Also liebe Männer, ihr dürft uns Frauen im Haushalt helfen, die Kinder mit betreuen oder Kochen
und so weiter, aber bitte verteidigt euer Revier und lasst euch nicht herumschubsen. Das Bild eines
mutigen Kriegers, der voller Kraft strotzt, brauchen wir besonders in dieser Zeit der Verwirrung
wieder. An den breiten Schultern fühlen wir Frauen uns stark und sicher und können beschützt
durch eure Energie unsere Aufgabe wahrnehmen!
Danke seid ihr unser Gegenpol!
Katrin